Ja, aber er hat IMHO indirekt doch seine Wirkung: Langsam muß doch mehr Leuten auffallen, daß wir das gegenwärtige (Wirtschafts-/Steuer-/Sozial- etc.) System nicht mehr im Griff haben. Deine Gedanken (und Dein Link) gehen m.E. in die absolut richtige Richtung. Ich würde – mit Verlaub – nur noch einen Schritt weitergehen und eine zinslose (Tausch-) Wirtschaft nur noch da einsetzen, wo man non-monetär nicht mehr weiterkommt (z.B. im Fernhandel, in diesem Zusammenhang ist das Geld ja auch entstanden! (Seidenstrasse etc.)). Meinetwegen gern, ist halt schwieriger umzusetzen. Es gibt Besitztümer, die sich schwer mit einem Schlag enteignen lassen, da wäre eine automatische Wertminderung für nicht investiertes, nicht kostenlos verliehenes oder verschenktes Geld ein demokratischer Weg. Die Verteilung würde sich nach und nach von selbst regulieren und zu unglaublichem Wirtschaftswachstum führen, bis wir irgendwann einfach keine Lust mehr haben Überproduktionen zu entsorgen, statt sie einfach nicht mehr herzustellen und den Rest der Woche in der Sonne zu verbringen, so sie denn gerade scheint. http://www.5-stunden-woche.de – kennst Du sicher schon, war ja vor
kurzem hier im Gespräch. Auch wenn es in (noch zu vieler Leute) abgehoben klingen mag: So Leute wie Heidemarie Schwermer (“Das Sterntalerexperiment. Mein Leben ohne Geld”) oder http://www.umsonstladen.de gehen meines Erachtens ins die letzendlich zukunftsweisende Richtung. Denn es geht tatsächlich OHNE Geld: jede Familie “funktioniert”, nein, pardon LEBT so. Warum sollte man das nicht auch auf andere Lebensbereiche übertragen? Auch andernorts klappt das allem Anschein nach sehr gut, siehe Internet, Open Source, Open Content etc. (Pekka Himanen: “Die Hacker-Ethik. Und der Geist des Informationszeitalters”). Habe ich auch gelesen. Ist gut, aber ein – wie ich finde – spezieller Fall. Die Dame hat vorher in Verhältnissen gelebt, die ihr einen gewissen Bekanntheitsgrad und eine Vertrauensstellung in der gehobenen Schicht mit auf den Weg gaben. Ich würde mein zu Hause auch gern so “behütet” wissen, falls ich mir einen mehrwöchigen Urlaub leisten kann, der wiederum Geld kostet. Es sei denn, die TUI bezahlt das italienische Hotel mit gespendeten Naturalien aus Deutschland, die ich vielleicht bei der kostenlosen Wartung ihrer EDV-Anlage aus Versehen liegen lassen hab Icon Smile in Das Sterntalerexperiment - Die Baby Boomer in Deutschland Nur Spaß, ich verstehe den Ansatz durchaus. Tauschbörsen gibt es überall und man kann vieles ohne Geld erledigen. Aber sie scheinen nicht ausreichend zu funktionieren, bei unserem “Talentetauschring” im Ort haben die meisten Minusstunden und müssten eigentlich mehr machen als nehmen, bis das Verhältnis wieder stimmt. Der Egoismus scheint auch dort noch sehr verankert zu sein. Aber ich hoffe in Deinem Sinne, das der Wachzustand eintrifft, bevor es kein Halten mehr gibt. Den unteren 95% der Bevölkerung mag das langfristig sogar vermittelbar sein, aber wie bringt man die restlichen 5% dazu, ohne Sklavenaufstand, Volkshetze, Bürgerkrieg und Gelegenheitsmord ? Jedenfalls muss etwas passieren – und zwar bald.

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